Unsere Kandidaten für den Kirchengemeinderat

Für den Kirchengemeinderat kandidieren (vl):

Kerstin Dzeik, Bettina Roch, Annemarie Piehler, Wolfgang Milke, Frank Rögner, Heidi Bauer, Amelie Warth, Bettina Kroczek und Ruediger Conzelmann   

Kirchenwahl 01.12.2019 Landessynode

Am 01.12.2019 treten im Wahlbezirk Waiblingen-Backnang sieben Kandidaten für die Landessynode an. Gewählt werden zwei Theologen und drei Laien. Württemberg ist die einzige Landeskirche, die ihr Kirchenparlament mit einer Urwahl direkt wählt.

Kandidatenvorstellungen sind am:
06.11. 19:30Uhr Murrhardt Alte Abtei
15.11. 19:30Uhr Schmiden Dietrich Bonhoeffer Haus
21.11. 19:30Uhr Waiblingen Jakob-Andreä-Haus

Hier eine kurze Vorstellung der Kandidaten:

Dr. Antje Fetzer für den Gesprächskreis Offene Kirche

Dr. Antje Fetzer

Pfarrerin an der Michaelskirche Waiblingen, 51 Jahre.

 

Ich setze mich für eine moderne, sozial sensible Kirche ein, die homosexuelle Paare traut und sich für benachteiligte Menschen engagiert. Armut und unsichere Arbeitsverhältnisse gehen uns als Kirche etwas an.

 

In der Landessynode würde ich gerne an der basisnahen, zukunftsorientierten Ausrichtung von Kirche mitwirken. Dazu gehört für mich: verschiedene Frömmigkeitsstile respektieren; interreligiöse Begegnungsorte besonders für Jugendliche schaffen; soziale Schieflagen benennen; Kirche klimaneutral machen; Chancengleichheit umsetzen; Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Ehrenamt stärken; kirchliche Strukturen mutig umbauen.

 

Mein Hintergrund: Geboren in Crailsheim.

Seit 2011 Gemeindepfarrerin in Waiblingen, Besonderheiten meiner Arbeit: „Kirche um Sieben“, „Gebet für Gerechtigkeit“, aktuell das Buchprojekt „Hundert Frauen“.

2002-2011 Sonderpfarramt im Diakonischen Werk mit Schwerpunkt Altenheimseelsorge.

Jugend und Studium: Engagement in der Weltladenarbeit und der weltweiten Ökumene (Ghana, Irland). Promotion zum Thema: Tradition im Pluralismus. Besondere Interessen: Frauenfragen und soziale Gerechtigkeit.

Michael Schneider für den Gesprächskreis Lebendige Gemeinde

Mein Name ist Michael Schneider, 39 Jahre alt, verheiratet, zwei Kinder. Seit zwei Jahren bin ich geschäftsführender Pfarrer der Kirchengemeinde Endersbach. Davor war ich in Göppingen Gemeindepfarrer inkl. Lehrauftrag für Wirtschaftsethik an der Hochschule Esslingen. Aufgewachsen in Schwaikheim,  zur Schule gegangen in Winnenden und Backnang, hat mich vor allem die Jugendarbeit in Waiblingen und meine Zeit in Tansania geprägt. Seit 2013  bin ich Mitglied der Landessynode.

Ich kandidiere, weil wir in der Synode motivierte Pfarrer brauchen, die mit Leib und Seele ihren Dienst tun, das Gemeindeleben kennen, es stärken und fördern wollen. Ich stehe für eine Kirche, die vielfältig und nahe bei den Menschen ist und jedem eine Heimat bieten kann. Eine Kirche, die Begegnung miteinander und mit Gott ermöglicht. Wir haben eine tolle Botschaft, die befreit und glücklich macht – und sie sollte lebensnah verkündigt werden. Ich möchte mich weiterhin dafür einsetzen, dass die Ortsgemeinden gut versorgt werden, Verwaltung abgebaut wird und Pfarrer*innen mehr Freiräume bekommen für die Menschen da zu sein. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Tobias Weimar für den Gesprächskreis Evangelium und Kirche

Was glauben Sie, wie Gott ist? Ich finde diese Frage sehr spannend. Warum, erzähle ich gleich.

Mein Name ist Tobias Weimer, ich bin 38 Jahre alt und lebe mit meiner Frau und unseren beiden Kindern in Backnang. Dort bin ich seit Mai 2018 geschäftsführender Pfarrer der Matthäusgemeinde. Mir ist eine Kirche wichtig, die mit den Menschen mitten im Leben unterwegs ist. Denn dort lässt sich Gott entdecken. Davon erzähle ich auch immer wieder im Radio bei SWR3. Damit möchte ich dazu anregen, eigene Gottesentdeckungen zu machen. Die tragen nämlich durchs Leben.

Ich bin davon überzeugt, dass Gott immer mehr ist, als ich bisher von ihm kennengelernt oder erfahren habe. Von diesem „mehr“ lerne ich immer wieder von anderen, die anders glauben als ich. Mich freut das an unserer Kirche: Dass sich Menschen verschiedener Glaubensrichtungen zu ihr halten. So spiegeln wir alle gemeinsam Gottes Fülle wider und können voneinander lernen, miteinander glauben und andere inspirieren. Ich setze mich dafür ein, dass wir eine vielfältige Kirche sind. In der Matthäusgemeinde in Backnang und wenn Sie mich für den Gesprächskreis „Evangelium und Kirche“ wählen, sehr gerne auch in der Landessynode.

Christian Nathan für den Gesprächskreis Lebendige Gemeinde

Grüß Gott! Ich bin Chris Nathan, 25 Jahre alt, komme aus Backnang-Heiningen und studiere derzeit Ev. Theologie und Medienwissenschaft in Tübingen. Seit über zehn Jahren bin ich ehrenamtlich in der Kinder- und Jugendarbeit vor Ort und überregional aktiv. Ich kandidiere, weil ich mich mit meiner Perspektive aus der Jugendarbeit in die Landessynode einbringen will!

Die jüngste Studie „Kirche im Umbruch“ zeigt leider, dass gerade die 20 bis 40-Jährigen unserer Kirche den Rücken kehren. Mir ist es ein Anliegen, dass sich auch junge Menschen und Familien in unserer Kirche wohl- und zuhausefühlen, Gemeinschaft erleben und Gott begegnen. Die Landessynode muss Rahmenbedingungen schaffen, die das ermöglichen und fördern.

Mir ist es wichtig, dass die Ortsgemeinde und das Ehrenamt gestärkt werden und freue mich, wenn in unserer Kirche neben allem Bewährten Neues ausprobiert wird und wir im Vertrauen auf Jesus Christus Auf- und Umbrüche wagen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Marion Scheffler-Duncker für den Gesprächskreis Offene Kirche

Marion Scheffler-Duncker

Diakonin und Religionspädagogin im Kirchenbezirk Backnang, 60 Jahre. Schwerpunkte meiner Arbeit  sind Religionsunterricht, Eltern-Kind-Fortbildungen, wie auch Flüchtlingsarbeit im Auftrag des KDV`s Rems-Murr-Kreis. Seit 2001 mit der Familie wohnhaft  in Weissach im Tal.

 

Persönliches: Aufgewachsen in Ostwestfalen, Studium in Kassel und seitdem als Jugendreferentin und  Gemeindediakonin unterwegs. Besondere Erfahrungen als kommunale Gemeinderätin und Jugendschöffin. Ehrenamtliches Engagement in Kultur, Musik und Sport.  Mein kirchliches Interesse gilt  einer offenen und zugewandten Kirche, die Glauben und Handeln zusammenbringt und als Bereicherung im Alltag erfahrbar wird.

 

Ich setze mich ein für eine Kirche, die sich für menschenwürdige Lösungen bei Flucht und Migration engagiert , Fluchtursachen nicht aus dem Auge verliert, Integration fördert und international helfende Netzwerke ausbaut/ die sich gesellschaftspolitisch einmischt und Stellung bezieht für Frieden, Umweltschutz und Nachhaltigkeit / in der eine lebendige Vielfalt und Freiheit im Denken und Glauben gelebt werden kann/ die einen offenem Dialog mit Islam und Judentum führt und die mit kreativen und innovativen Strukturen den Veränderungen in Kirche und Gesellschaft  begegnet.

Willi Beck für den Gesprächskreis Kirche für Morgen

Grüß Gott zusammen,

ich träume von einer Kirche, die zunehmend Menschen aus kirchenfernen Milieus für Jesus begeistert und deswegen in deren Lebensräume, Schulen, Gasthäusern, Cafés neue Gemeindeformen anzettelt. Ich sehe eine Kirche, die dazu ihre Strukturen und Ausbildungswege ändert und verschiedene theologische Standpunkte integriert. Eine Kirche, die mutig mit Menschen und nicht so sehr für Menschen Gemeinde entwickelt. So wird sie zukunftsfähig und kann wachsen. Dafür setze ich mich ein.

Ich bin Diakon, verheiratet und Vater von 3 Kindern sowie Leiter und Gründer der Akzente-Gemeinde, die seit 2019 als Personale Gemeinde beim Kirchenbezirk Backnang verortet ist. Als Mitglied der 15. Landessynode war ich in der ACK Baden-Württemberg, der Liturgiekommission und im Theologischen Ausschuss engagiert. Ich promovierte zum Thema „Wachsende Kirche“ und initiierte 2017 ein Kirchenexperiment im legendären Belinda-Areal in Sulzbach.

Gerne möchte ich meine Erfahrungen aus Jugend- und Erwachsenenarbeit, Seelsorge und Forschung sowie aus der Gemeinde-Pionierarbeit in unsere Kirche einbringen.

Deshalb kandidiere ich erneut!

Begeistert, leidenschaftlich, engagiert: 2 Stimmen für Willi Beck.

Jörg Schaal für den Gesprächskreis Evangelium und Kirche

Ich heiße Jörg Schaal und wohne in Weissach im Tal und kandidiere bei der nächsten Synodalwahl für den Gesprächskreis Evangelium und Kirche. Ich bin 45 Jahre jung, ledig, keine Kinder. Von Beruf bin ich Bankkaufmann bei einer kleinen Genossenschaftsbank. Ehrenamtlich bin ich in meiner Gemeinde im Kirchengemeinderat (Vorsitzender) und im örtlichen Gemeinderat aktiv. Seit einigen Jahren bin ich im Rems-Murr-Kreis im Kreistag. Ich finde es wichtig, dass Christen auch im Gemeinde- und Kreistag vertreten sind. Da es immer gut ist, über den Tellerrand zu sehen, bewerbe ich mich für die Landessynode. In diesem Gremium möchte ich mich für die Themen kirchliche Jugendarbeit, weltweite Ökumene und Finanzen mit einbringen.